Gewalt macht kalt und krank. Gewalt, sexuelle Ausbeutung und Misshandlung in Familie, Gesellschaft und Medien – Wer sind die Täter?

In dem Vortrag soll es um Entstehungsbedingungen von Gewalttaten, Prävention, verschiedene Tätertypen und Möglichkeiten und Grenzen der Behandlung von physische und sexuelle Gewalt ausübende Täter gehen.
Nicht erst durch die Aufdeckung der erschreckenden Fakten um Kinderpornographie in Münster und Lügde sowie die Missbrauchsskandale in katholischen und anderen Heimeinrichtungen, Vereinen und Institutionen, in denen Abhängigkeitsverhältnisse bestehen, ist bekannt, welches Ausmaß an sogenanntem sexuellen Missbrauch und hinter verschlossenen Türen an häuslicher Gewalt in Deutschland besteht. Die Macht der Täter entspringt der Angst und Scham der Opfer und dem Wegschauen des Umfeldes und nicht selten auch des Helfersystems. Vor diesem Hintergrund können oft jahrelang Misshandlungszyklen unbemerkt fortgesetzt werden. Die Gewöhnung der Gesellschaft an das ungeheure Ausmaß von Gewalt und sexueller Ausbeutung – vor allem von Frauen und Kindern – wird durch den frei verfügbaren medialen Konsum gefördert (Beispiel: Pornographie, Texte der Pornorapper usw.) sowie Deutschland als Bordell-El Dorado Europas. Der Workshop soll dazu beitragen, diese externe und interne Dynamik der Täter besser einschätzen und wahrnehmen zu können und entsprechende Haltungen und Maßnahmen in diesem komplizierten Feld unserer Gesellschaft zu entwickeln. Welche Form der Prävention und welche Konsequenzen müssen Gesellschaft, Politik und Justiz ergreifen, um diesen „Phänomenen“ ein Ende zu bereiten?