Therapiekonzept bei DIS nach organisierter Ritueller Gewalt

Vorgestellt wird ein Therapiekonzept mit verschiedenen Bausteinen, die in dieser, aber auch in einer veränderten Reihenfolge Bestandteil einer erfolgreichen Traumatherapie mit Betroffenen von organisierter Ritueller Gewalt sein können. Die vorgeschlagenen Bausteine enthalten eine Diagnostik inklusive unspezifischer Symptome, die Klärung des Therapieauftrags, den Kontaktaufbau mit einem aus vielen Persönlichkeiten bestehenden Gegenübers sowie wesentliche Elemente eines Therapieprozesses. Methodisch wird „ins System der Persönlichkeiten hinein“ gearbeitet, bisherige Erkenntnisse aus dem Therapieprozess werden fortlaufend gesammelt und geprüft, die Frage nach fortbestehendem Täterkontakt begleitet den therapeutischen Prozess regelmäßig wiederkehrend. Typische Programme sowie eine Methode zur Deprogrammierung werden vorgestellt. Ein therapeutischer Umgang mit der üblicherweise grundlegend erfolgten und durchgängig wirkenden sexuellen Konditionierung im Zusammenhang mit Ritualen und mit dem Menschenhandel wird vorgeschlagen. Die kaum bis gar nicht bewussten Effekte der lebenslang erfolgten Mind Control werden herausgearbeitet. Eine zunehmende Abwendung von den meistens noch lange andauernden Täterkontakten wird erarbeitet und ein Plan für den endgültigen Ausstieg erstellt. Ein tiefgreifender Trauerprozess und eine Neuorientierung bilden das Ende des therapeutischen Prozesses. Das Ziel ist: endlich frei und lebend!