Programm 2021 – Änderungen vorbehalten

Hier finden Sie das vollständige Tagungsprogramm.

Nachfolgend sind die Beiträge aufgeteilt in „Live-Programm“ und „abrufbare Beiträge“. Das Live Programm läuft wie gewohnt ab und sie können sich an den entsprechenden Tagen zur angegebenen Uhrzeit dazu schalten und hier auch interaktiv Meinungen und Fragen mitteilen.

Die abrufbaren Beiträge stehen ab Tagungsbeginn bis zum 31. März 2021 auf der Plattform zur Verfügung. Gleiches gilt für die Live-Beiträge, die aufgezeichnet und mit Zustimmung der Referierenden ebenfalls verfügbar sein werden.

Sowohl die Live Beiträge als auch die abrufbaren Beiträge können Sie nur über eine externe Plattform erreichen. Die Zugangsdaten bekommen Sie mit Ihrer Anmeldung zur Tagung.


Live Beiträge

Mittwoch 17 Mrz 2021

14:00 - 17:30 Preconference-Workshops I

Sexuelle Traumafolgen nach sexueller Gewalt – Symptomatik und Behandlung

Melanie Büttner

Menschen, die in der Vergangenheit sexueller Gewalt ausgesetzt waren, erleben Sexualität oft als belastend. Körperliche Nähe und Berührungen lassen überwältigende Traumaerinnerungen lebendig werden. Angst, Ekel, Ohnmacht, Beschmutzungsgefühle und verstörende Gewaltfantasien drängen sich ins Bewusstsein. Oft ist der Sex schmerzhaft, der Beckenboden verkrampft, die Vagina verengt sich zum Schutz. Dazu kommen dissoziative Beschwerden: Der Körper spürt kaum etwas, der Geist schaltet ab. Nach dem Sex ist mitunter nicht klar, was dabei geschah.
Vielen Betroffenen fällt es außerdem schwer, ihre persönlichen Bedürfnisse zu erspüren und zu äußern. Beim Sex gehen sie weit über ihre Grenzen und machen Dinge mit, die ihnen nicht guttun. Während manche von ihnen körperlicher Intimität deshalb lieber aus dem Weg gehen, haben andere trotzdem immer wieder Sex, weil sie sich menschliche Zuwendung erhoffen und Einsamkeit oder Verlassenwerden vermeiden wollen. Auch Sexsucht ist manchmal ein Thema. Das digitale Zeitalter mit der breiten Verfügbarkeit von Online-Pornographie und -Dating birgt dabei zusätzliche Risiken für die Betroffenen.
Auch die Partner und Partnerinnen von Betroffen sind oft verunsichert, frustriert und verzweifelt. Beziehungskonflikte, Trennungen, Einsamkeit und seelische Krisen sind keine Seltenheit.
Der Workshop vermittelt Grundlagenwissen zu sexuellen Traumafolgestörungen, Know-how für die traumasensible Sexualanamnese und -diagnostik und stellt ein integratives Behandlungskonzept vor, das psycho-, sexual-, körper-, und paartherapeutische Elemente verbindet.

Mi 14:00 - 17:30

Digitale Selbstverteidigung in der Therapie-Praxis (Basiswissen)

Claudia Fischer

Haben Sie Ihren Praxis-Computer gut abgesichert? Verschlüsseln Sie Ihre E-Mails an Krankenkassen oder an Klientinnen und Klienten? Wissen Sie, wie was ein Key-Logger ist und wie Sie ihn erkennen? Dürfen Handys mit in den Therapie-Raum?
Digitale Sicherheit ist auch für Therapie-Praxen und in Kliniken ein wichtiges – aber lästiges Thema. Insbesondere Menschen, die mit Gewaltopfern arbeiten, haben aber oft auch schon Erfahrungen mit gezielten Cyber-Angriffen von Täter-Seite machen müssen. Was ist technisch möglich und was nicht?
Dieser Workshop richtet sich ausdrücklich an Menschen, die wenig technisches Vorwissen haben und niedrigschwellig erfahren wollen, wie sie sich schützen können.

Mi 14:00 - 17:30
25 max

Begutachtung psychisch reaktiver Traumafolgen in aufenthaltsrechtlichen Verfahren

Ferdinand Haenel

Im Jahre 2003 gab die Bundesärztekammer „Standards zur Begutachtung psychisch reaktiver Traumafolgen in aufenthaltsrechtlichen Verfahren“ zusammen mit einer entsprechenden gleichnamigen zertifizierten curriculären Fortbildung heraus, welche nun auch von der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie übernommen worden ist.
Im Bereich des Asyl- und Aufenthaltsrechtes geht es bei der klinischen psychotraumatologischen Kausalitätsbegutachtung zum einen um die Frage, ob psychische oder physische Gesundheitsstörungen vorliegen, welche die Angaben der Antragsteller oder Kläger zu ihrem Asylbegehren auf Grundlage von Art. 16a GG oder § 60.1 AufenthG stützen, zum anderen ob vorliegende psychische Gesundheitsstörungen sich im Kontext einer Rückführung tiefgreifend und lebensbedrohlich verschlechtern können, so dass ein dauerhaftes Abschiebehindernis nach § 60.7 oder § 25 AufenthG besteht (Haenel u. Wenk-Ansohn 2004). Auf dem Wege zur Beantwortung dieser Fragen sieht sich der psychiatrisch-psychotherapeutisch ausgebildete Gutachter vier besonderen Hindernissen gegenüber, die er überwinden muss, wenn er an seiner Aufgabe nicht scheitern will. Es sind:

  1. Traumaspezifische Besonderheiten bei der Exploration
  2. Der fehlende Nachweis des Traumas
  3. Die mangelnde Objektivierbarkeit der Symptomatik
  4. Sprachlich und kulturelle Erschwernisse

In diesem Workshop soll auf diese vier Hindernisse näher eingegangen werden und Möglichkeiten ihrer Überwindung aufgezeigt werden.

Literatur: Haenel F: Gutachten und klinische Expertisen in aufenthaltsrechtlichen Verfahren. In: Mayer T, Morina N, Schick M, Schnyder U. (Hrsg): Trauma - Flucht - Asyl: Ein interdisziplinäres Handbuch für Beratung, Betreuung und Behandlung- Bern (2019).- S.229-246

Mi 14:00 - 17:30

Teiletherapiemodelle und ihre Nutzung in einer multimethodalen Traumatherapie – Ein klinisch praktischer Workshop

Helmut Rießbeck

Zunächst wird erklärt, was zur Entstehung von Teilemodellen der Persönlichkeit geführt hat, worin sich die wichtigsten dieser Modelle unterscheiden, und welche Prinzipien sie auch gemeinsam haben. Im Mittelpunkt steht das Ego State Konzept, welches sich aus psychodynamischen Ansätzen, hypnotherapeutischen Strategien, und dem Verständnis Trauma bezogener Dissoziation entwickelt hat.
Mit Fallbeispielen und Übungen wird gezeigt, wie sich Anteile charakterisieren lassen, wie die innere Kommunikation erweitert wird, und wie daraus ein Transfer in den Alltag entsteht, damit integrative Schritte ermöglicht werden. Daraus entwickelt sich ein prototypisches Vorgehen für einzelne Therapieschritte, wie auch für den Therapieplan insgesamt. Damit ergeben sich auch spezifische Verbindungen mit Schritten der Traumakonfrontation, aber auch der Übergang zu neuen Bewältigungsmöglichkeiten psychosozialer Konflikte.
Wie bei allen komplexen Therapieansätzen muss dabei reflektiert werden, welche Interventionen riskant sind, Therapien oft hemmen, wie Blockierungen aber auch aufgelöst werden können.
Teilemodelle der Psyche erscheinen spielerisch einfach zu handhaben. Die klinische Praxis zeigt jedoch, dass gerade das Einfache oft so schwer zu machen ist. Ziel des Workshops ist es, die therapeutische Kommunikation mit verschiedenen Mitteln aufzubauen und die therapeutische Beziehung neu zu beleben.

Mi 14:00 - 17:30
35 max

Das Somatische Narrativ – Eine ergänzende Methode zum Einbezug des Körpererlebens in den therapeutischen Prozess

Walter Schurig

Belastendes, traumatisches Erleben ist im Psychischen oft verzerrt, z.B. dissoziiert, und schwer bearbeitbar. Somatisches Erleben ist dagegen oft sehr präsent, mit Erlebnissen und Erfahrungen verknüpft, als Somatisches Narrativ beschreibbar.
Mit asymmetrischen oder lokalen Körperempfindungen stellen sich oft Fragmente belastender Erinnerungen, mit symmetrischen Empfindungen Gefühlszustände, mit raumbezogenem Empfinden bedeutsame Situationen dar. Zur Objektivierung sind auch die Körperkarten von Emotionen (Nummenmaa et al. 2013) äußerst hilfreich.
Mit der Erfahrung unmittelbarer Zusammenhänge erfolgt eine Integration von psychischen, somatischen und situativen Erlebnisinhalten, auch mit sofortigem antidissoziativem Effekt. Es wird oft unmittelbare spontane Evidenz mit „Sinnfindung“ und nachhaltiger Entlastung erreicht. Dies kann nach bisheriger Erfahrung als Effektivitätsmarker der aktuellen Intervention und auch der Methode angesehen werden. Bedeutsame Inhalte führen sich rekursiv auf prägnante elementare Emotionen zurück, mit eindeutigen körperlichen Entsprechungen. Mit Fortschreiten zu elementaren Zusammenhängen, einer „Konvergenz zur Elementarisierung“ werden therapeutisch nutzbare individuelle Grundsituationen oder -konflikte erreicht.
Erlebnisinhalte verknüpfen sich so zu einem zunehmend kohärenten Narrativ der eigenen Geschichte. Damit einhergehende Metaisierung des Erlebens im intersubjektiven dialogischen Reflexionsprozess läßt schließlich eine Klärung, ein Verständnis, "Einsicht", eine Distanzierung und Neuorientierung erreichbar werden.
Im Workshop werden nach einer Einführung in die Thematik Fallbeispiele und praxisnahe Übungen zur Verdeutlichung von systematischer Einsatzfähigkeit und Kompatibilität des methodischen Ansatzes angeboten.

Mi 14:00 - 17:30
25 max

18:00 - 19:30 Eröffnung der Tagung

Eröffnung der Tagung

Birgit Kleim
1. Vorsitzende der DeGPT

Ruth Ebbinghaus
Tagungspräsidentin

Mi 18:00 - 19:30

Öffentlicher Abendvortrag

José Brunner

Wir freuen uns, dass wir José Brunner, Professor Emeritus an der Buchmann Fakultät für Rechtswissenschaft und dem Cohn Institut für Wissenschaftsgeschichte und -philosophie der Universität Tel Aviv für den öffentlichen Vortrag gewinnen konnten.

Die Geopolitik des Traumas

Üblicherweise entsteht psychologisches Wissen an drei Orten: im Labor, in der Therapie und in Befragungen. Der historische Ursprung des Wissens vom Trauma ist hingegen vor allem dort zu finden, wo Verantwortung für Gewalt verhandelt wird. Der Grund dafür ist, dass im Unterschied zu anderen psychischen Störungen, posttraumatische Störungen vor allem durch äußere Gewalteinwirkungen verursacht werden.
Im Westen ist dieser Ort primär das Gericht, weil das westliche Wissen über das Trauma an ein Verständnis von Gewalt gebunden ist, in dem diese als ein Ereignis, d.h. als vorübergehendes Phänomen, erscheint, das vor allem Individuen betrifft. So bilden Gerichtsgutachten einen wichtigen Ursprung unseres Trauma-Wissens. Expertisen dieser Art werden allerdings immer erst nachträglich geschrieben – eben zum Posttrauma – und da sie der einen oder anderen Seite zu Vorteilen verhelfen können, sind sie immer mit Verdacht besetzt.
Seit einem halben Jahrhundert entwickelt sich außerhalb des Westens, z.B. in Lateinamerika, Südafrika und im Nahen Osten, ein vom westlichen divergierendes Trauma-Wissen. Dieses will langfristigen kollektiven Gewaltverhältnissen, wie unlösbare ethnische Konflikte, brutale Diktaturen und blutige Bürgerkriege sie mit sich bringen, Rechnung tragen. Es wird von Fachleuten entwickelt, die selbst dem Dauerzustand traumatisierender Gewalt ausgesetzt sind und, da ihre Gesellschaft im engeren Sinn des Wortes kein Posttrauma kennt, die psychischen Folgen permanenter Gewalt zugleich als Betroffene und Wissenschaftler zu konzeptualisieren versuchen. So entsteht Trauma-Wissen außerhalb des Westens an weiteren Orten, an denen Verantwortung für Gewalt verhandelt wird: unter Besatzung, im Versteck, in Flüchtlingslagern und in Wahrheitskommissionen.
Wie wir sehen werden, beeinflusst der Ort, an dem ein Wissen entsteht, seine Form, seinen Inhalt und seine Anwendungsmöglichkeiten. Die  geopolitische Verankerung der Trauma-Erfahrung, der Trauma-Opfer, der Trauma-Experten und des Trauma-Wissens bewirkt auch, dass Fragen der Verantwortung, Anerkennung und Gerechtigkeit, wie auch des sozialen Status der Betroffenen zum Kern der Traumatologie gehören. So lassen sich gesellschaftliche, politische und juristische Aspekte nicht von den wissenschaftlichen und therapeutischen Dimensionen einer psychologischen Wissensform trennen, die trotz ihres universellen Anspruchs immer eine deutlich erkennbare lokale Prägung aufweist.

Mi 18:00 - 19:30

Donnerstag 18 Mrz 2021

8:50 - 9:00 Begrüßung

Begrüßung

Birgit Kleim
1. Vorsitzende der DeGPT

Ruth Ebbinghaus
Tagungspräsidentin

Do 8:50 - 9:00

9:00 - 10:20 Vorträge

Sexueller Missbrauch von Kindern und Jugendlichen im Verantwortungsbereich der katholischen Kirche – Einige Ergebnisse der MHG-Studie

Harald Dreßing

Sexueller Missbrauch im institutionellen Kontext der katholischen Kirche zeichnet sich hinsichtlich der Täter, der Tatkontexte und der Betroffenen durch einige Besonderheiten aus. Im Vortrag werden diesbezüglich einerseits Ergebnisse aus internationalen Studien zu diesem Thema vorgestellt, z.B. aus der  John-Jay Studie aus den USA,  aus der Untersuchung der Royal Commission in Australien und aus anderen internationalen Studien, die im Rahmen einer systematischen Literaturrecherche bekannt sind. Darüber hinaus werden Ergebnisse der MHG- Studie referiert, die die Thematik des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen im Kontext der 27 Diözesen in Deutschland untersucht hat. Ziel der MHG- Studie war es, den sexuellen Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Verantwortungsbereich der Deutschen Bischofskonferenz in der Zeitspanne von 1946 bis 2014 zu erfassen und einer wissenschaftlichen Analyse zu unterziehen. Ergebnisse zu folgenden Forschungsfeldern der MHG-Studie werden im Vortrag berichtet:

  1. die zahlenmäßige Abschätzung der Häufigkeit des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz
  2. die Beschreibung und Analyse von Merkmalen der Missbrauchstaten sowie der Beschuldigten- und Betroffenengruppen
  3. die Identifikation und Analyse von Strukturen innerhalb der katholischen Kirche, die das Geschehen möglicherweise begünstigen
Do 9:00 - 10:20

Staatliches Doping in der DDR – körperliche und seelische Folgen

Jochen Buhrmann

Um eine Vorstellung von der generalstabsmäßig geplanten Dopingpraxis in der DDR zu vermitteln, wird einleitend die Entwicklung und Umsetzung des geheimen Staatsplans 14.25 dargestellt, der Grundlage für das staatliche Doping in der DDR war. Anschließend werden die Ergebnisse eines einzelfallorientierten Überblicks referiert, in dessen Rahmen 57 halbstandardisierte Begutachtungsinterviews mit ehemaligen Kaderathleten ausgewertet wurden. In dieser Population kommen Depression, Posttraumatische Belastungsstörung, Anpassungsstörung sowie anhaltende somatoforme Schmerzstörung signifikant häufiger vor als im Bevölkerungsdurchschnitt. Die Zahl degenerativer Erkrankungen erscheint hoch, ebenso Verletzungen in aktiver Zeit, verletzungsbedingtes Karriereende und Virilisierungserscheinungen bei ehemaligen Kaderathletinnen. Das System Staatliches Dopings in der DDR und die aktuelle Situation vieler Betroffener werden vor dem Hintergrund der Ergebnisse kritisch reflektiert.

Do 9:00 - 10:20

10:45 - 12:15 Symposien

Internationale Strafprozesse gegen Folter – Psychologische und juristische Unterstützung von Zeug*innen

Mechthild Wenk-Ansohn

Juristische Aufarbeitung von Völkerstraftaten - Zur Wichtigkeit der interdisziplinären Kooperation in der Unterstützung des Zugangs zum Recht für Betroffene
Alexandra Lily Kather

Bedarf u. Empfehlungen für die psychologische Begleitung von Zeug*innen
Mechthild Wenk-Ansohn

Erfahrungen aus der Diagnostik, Beratung und Therapie mit Zeug*innen
Sabrina Schmelzle

Do 10:45 - 12:15

TESTIMONY-Verbundprojekt: Erfahrungen in DDR-Kinderheimen, Bewältigung und Aufarbeitung

Heide Glaesmer

Missbrauchs- und Vernachlässigungserfahrungen sowie Erfahrungen von sexualisierter Gewalt ehemaliger Kinder und Jugendlicher in DDR-Kinderheimen und Jugendwerkhöfen
Doreen Hoffmann, Cora Spahn, Maya Böhm, Heide Glaesmer

Webbasierte Lebensrückblick-Intervention nach DDR-Heimerfahrungen
Birgit Wagner, Maya Böhm, Laurence Reuter, Thomas Martin

Bewältigungsverläufe und Unterstützungsbedarfe von ehemaligen Heimkindern mit sexualisierter Gewalterfahrung
Marilena de Andrade, Adrian Golatka, Silke B. Gahleitner

Medizinische und psychologische Betreuung von traumatisierten Kindern im sog. Kombinat der Sonderheime
Anne Oomen-Halbach, Uta Hinz, Felicitas Söhner, Heiner Fangerau

Do 10:45 - 12:15

12:30 - 13:30 Praxis-/Forschungstalks

Trauma in der Öffentlichkeit – Öffentlichkeitsarbeit und Trauma: Diskussionsforum der Zeitschrift Trauma & Gewalt

Silke Brigitta Gahleitner

Journalism and Trauma
Gavin Rees

Historie, Konzept und Perspektiven der Zeitschrift Trauma & Gewalt
Silke Brigitta Gahleitner, Heide Glaesmer, Ingo Schäfer, Carsten Spitzer

 

Do 12:30 - 13:30

Psychische Krankheitsfolgen nach belastenden Lebensereignissen im Kindes- und Jugendalter

Sabine Loos, Dunja Tutus

COVID-19 Unmasked: Der Einfluss von COVID-19 auf die psychische Gesundheit von Klein- und Vorschulkindern
Mira Vasileva, Eva Alisic, Alex de Young

Kognitiv-behaviorales, webbasiertes Unterstützungsangebot zur Krankheitsbewältigung (Onko-STEP) für Krebspatienten im jungen Erwachsenenalter – eine randomisiert kontrollierte Studie
Mandy Niemetz, Dunja Tutus, Miriam Rassenhofer, Jörg Fegert

Wie wichtig ist die elterliche Perspektive? Therapeutische Arbeitsbeziehung und Therapieergebnis in der Trauma-fokussierten kognitiven Verhaltenstherapie (TF-KVT) mit Kindern und Jugendlichen
Sabine Loos, Dunja Tutus, Reinhold Kilian, Lutz Goldbeck

Die Veränderung elterlicher Symptombelastung und dysfunktionaler Kognitionen im Verlauf der Trauma-fokussierten kognitiven Verhaltenstherapie (TF-KVT)
Dunja Tutus, Elisa Pfeiffer, Paul Plener, Rita Rosner, Dorothee Bernheim, Cedric Sachser

Do 12:30 - 13:30

13:30 - 14:30 Meet & Greet

Meet & Greet

Besuchen sie uns beim Meet & Greet zum zwanglosen Treffen, mit Mitgliedern des Vorstandes, der Tagungspräsidentin, anderen Teilnehmer*innen und einigen Referenten*innen. Hier können wir etwas plaudern, uns austauschen, können Sie Fragen stellen oder uns ein Feedback zur Tagung geben.

Wir freuen uns auf Sie.

Do 13:30 - 14:30

14:30 - 18:00 Preconference-Workshops II

Kultur- und kontextsensible Therapie bei traumatisierten Geflüchteten

Barbara Abdallah-Steinkopff

Häufig wird die Therapie bei traumatisierten Geflüchteten als schwierig und komplex beschrieben. Therapeut*innen haben immer wieder den Eindruck, dass die Wertesysteme sowie die Vorstellungen von Krankheit und Heilung so weit auseinanderliegen, dass Therapie oft nicht als das passende Instrumentarium erscheint. In diesem Vortrag werden kontextgeprägte Menschenbilder und subjektive Krankheitskonzepte als mögliche Ursachen für wiederkehrende Missverständnisse beschrieben und eine kultur- und kontextsensible Haltung vorgestellt.

Do 14:30 - 18:00
25 max

Umgang mit Betroffenen sexueller Gewalt in Ermittlungs- und Strafverfahren

Stephanie Antor

Die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs hört seit dem Jahr 2016 Betroffene sexueller Gewalt in Kindheit und Jugend an. Darüber hinaus haben Betroffene die Möglichkeit, schriftliche Berichte an die Kommission zu senden. In ihrem Bilanzbericht aus dem Jahr 2019 (abrufbar unter www.aufarbeitungskommission.de/infothek/publikationen) hat die Kommission als eines der Themen ihrer ersten Laufzeit den Umgang mit Betroffenen in verschiedenen sozialen  und behördlichen Kontexten benannt. In einem eigenen Kapitel, das sich mit Problemen für Betroffene in der Strafjustiz beschäftigt, wird dargelegt, dass Betroffene den persönlichen Umgang mit ihnen in Ermittlungs- und Strafverfahren häufig als unsensibel empfinden. Manche von ihnen haben betont, dass ihnen ein angemessener Umgang geholfen hätte oder hat, das Verfahren unabhängig von dessen Ausgang positiv zu verarbeiten. Ein unsensibles oder uninformiertes Auftreten von Verfahrensbeteiligten führt dagegen zu äußerst negativen Empfindungen bis hin zu erneuten Traumatisierungen. Gleichzeitig findet die Berücksichtigung von Bedürfnissen Betroffener aber ihre Grenzen in den unantastbaren rechtsstaatlichen Prinzipien, beispielsweise der für jeden Angeklagten oder jede Angeklagte bis zu seiner beziehungsweise ihrer rechtskräftigen Verurteilung geltenden Unschuldsvermutung. Hauptziel eines Strafverfahren ist, die individuelle Schuld des Täters oder der Täterin festzustellen.
In dem Workshop soll deshalb in einer offenen Diskussion herausgearbeitet werden, wie ein aus juristischer und psychologischer Sicht angemessener Umgang mit Betroffenen in Ermittlungs- und Strafverfahren aussehen und wie dieser in der Praxis etabliert werden kann.

Do 14:30 - 18:00
25 max

Gewalt macht kalt und krank. Gewalt, sexuelle Ausbeutung und Misshandlung in Familie, Gesellschaft und Medien – Wer sind die Täter?

Lutz Besser

In dem Vortrag soll es um Entstehungsbedingungen von Gewalttaten, Prävention, verschiedene Tätertypen und Möglichkeiten und Grenzen der Behandlung von physische und sexuelle Gewalt ausübende Täter gehen.
Nicht erst durch die Aufdeckung der erschreckenden Fakten um Kinderpornographie in Münster und Lügde sowie die Missbrauchsskandale in katholischen und anderen Heimeinrichtungen, Vereinen und Institutionen, in denen Abhängigkeitsverhältnisse bestehen, ist bekannt, welches Ausmaß an sogenanntem sexuellen Missbrauch und hinter verschlossenen Türen an häuslicher Gewalt in Deutschland besteht. Die Macht der Täter entspringt der Angst und Scham der Opfer und dem Wegschauen des Umfeldes und nicht selten auch des Helfersystems. Vor diesem Hintergrund können oft jahrelang Misshandlungszyklen unbemerkt fortgesetzt werden. Die Gewöhnung der Gesellschaft an das ungeheure Ausmaß von Gewalt und sexueller Ausbeutung – vor allem von Frauen und Kindern – wird durch den frei verfügbaren medialen Konsum gefördert (Beispiel: Pornographie, Texte der Pornorapper usw.) sowie Deutschland als Bordell-El Dorado Europas. Der Workshop soll dazu beitragen, diese externe und interne Dynamik der Täter besser einschätzen und wahrnehmen zu können und entsprechende Haltungen und Maßnahmen in diesem komplizierten Feld unserer Gesellschaft zu entwickeln. Welche Form der Prävention und welche Konsequenzen müssen Gesellschaft, Politik und Justiz ergreifen, um diesen „Phänomenen“ ein Ende zu bereiten?

Do 14:30 - 18:00

Begutachtung psychisch reaktiver Traumafolgen im Sozialen Entschädigungsrecht und der gesetzlichen Unfallversicherung – Problemdarstellung aus medizinischer und rechtlicher Sicht

Jörg Angenendt, Claudia Drechsel-Schlund

Häufig ist fest­zustellen, dass klinische GutachterInnen in der Kausalitäts­beurteilung psychisch reaktiver Traumafolgen oft zu extrem gegensätzlichen Ergebnissen gelangen. In der Vergangenheit erfolgten deshalb von medizinischer und rechtlicher Seite Maßnahmen, um die Gutachtenerstellung zu verbessern.
Die DeGPT hat ein zertifiziertes Fortbildungscurriculum verabschiedet, welches psychologische und ärztliche FachkollegInnen in die Lage versetzen soll, klinische Gutachten zu psychisch reaktiven Traumafolgen und ihrer Genese in sozialrechtlichen Verfahren fachkompetent zu erstellen. Die von der DeGPT entwickelten Standards für die schriftliche Gutachtenerstellung sollen dabei eine ausreichend begründete und für Dritte nachvollziehbare Beurteilung garantieren, die in der Praxis nicht immer gegeben ist.
Bei der Begutachtung psychisch reaktiver Traumafolgen sind rechtliche Rahmenbedingungen zu berücksichtigen, nach der aktuellen Rechtsprechung des Bundessozialgerichts insbesondere für die notwendige Objektivierung psychischer Störungen und für die differenzierte Kausalitätsbeurteilung. Rechtliche Anforderungen bestehen zudem für die Formulierung von Unfallfolgen und für die Einschätzung der Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE).
Neben der Darstellung der oben genannten Anforderungen an psychotraumatologische Kausalitätsgutachten sollen in  diesem Workshop die speziellen Probleme aus medizinischer und aus rechtlicher Sicht anhand von Fallbeispielen (gerne auch mitgebrachte Fälle von TeilnehmerInnen)  illustriert und die Anforderungen eines Auftraggebers an ein professionelles Gutachten (Vollständigkeit, Nachvollziehbarkeit und Plausibilität) vermittelt werden.

http://www.degpt.de/curricula/degpt-curriculum-begutachtung.html

Literatur:
Haenel F, Denis D, Freyberger H. Die Begutachtung psychisch reaktiver Traumafolgen im Rahmen des OEG. In: Seidler GH, Freyberger HJ, Maercker A. Handbuch der Psychotraumatologie. Stuttgart 2011; S. 735-745
Trauma & Gewalt - Themenheft „Begutachtungspraxis psychisch reaktiver Traumafolgen“, 8.Jg., Heft 2, Mai 2014
AWMF-Leitlinie „Begutachtung psychischer und psychosomatischer Störungen“, AWMF-Registernummer: 051-029 (Stand 12/2019)
Widder/Gaidzik (Hrsg.): Neurowissenschaftliche Begutachtung. 3. Auflage, Stuttgart: Thieme, 2018
Freytag H, Krahl G, Krahl C, Thomann K-D (Hrsg.): Psychotraumatologische Begutachtung. 1. Auflage, Frankfurt: Referenzverlag, 2011

Do 14:30 - 18:00

Traumasensibles Yoga

Angela Dunemann

Traumatische Erfahrungen hinterlassen Spuren - auch im Körper. Die Spürfähigkeit und das Bewegungserleben sind eingeschränkt oder verloren gegangen. Der Atem ist verändert und das Bewusstsein an die Vergangenheit gebunden.
Traumasensibles Yoga (TSY) ist ein praktisch erprobter und theoretisch reflektierter Ansatz, der Resilienz und Posttraumatisches Wachstum fördert. Durch das Prinzip der achtsamen Körperwahrnehmung werden Prozesse angestoßen, die den vom Er-Leben abgeschnittenen traumatisierten Menschen wieder mit sich selbst in Verbindung bringen.
Der Umgang mit Triggersituationen ist von elementarer Bedeutung. Dadurch können die Prozesse und Zustände des Autonomen Nervensystems besser unterschieden und im Körper gespürt werden. Die an die eigenen Bedürfnisse adaptierten Yoga- und Atemübungen sowie die begleitende Person öffnen einen Raum, diesen Kontakt herzustellen und ihn (z.B. in dem Spüren eines Schmerzes) zu halten. Anstatt wie bisher im Hypo- oder Hyperarousal in der Dissoziation zu bleiben oder in diese flüchten zu müssen, kann über die Präsenz Sicherheit und eine Aktivierung des ventralen Vagusnervs erfahren werden.
Traumasensibles Yoga kann mit unterschiedlichen Zielgruppen (z.B.  im Gefängnis, beim Militär, mit Flüchtlingen, im klinischen Kontext oder in der stationären Jugendhilfe) durchgeführt werden. Es wird sowohl im Gruppen- als auch im Einzelsetting angeboten.
Vortrag und praktische Übungen werden sich abwechseln.

Do 14:30 - 18:00

Freitag 19 Mrz 2021

9:00 - 10:20 Vorträge

Traumajournalismus

Claudia Fischer

"Seit dem Loveparade-Unglück habe ich immer einen schwarzen Blazer im Kofferraum, wenn ich zu Live-Einsätzen fahre", erklärte eine junge Fernsehjournalistin bei einem Seminar zum Thema "Trauma und Journalismus". Sie will nie wieder in die Situation kommen wie 2010, als sie im bunten Sonnenblumen-T-Shirt plötzlich live im Fernsehen über eine Massenpanik mit vielen Toten berichten musste. Einfach, weil sie – eigentlich als Party-Reporterin für WDR Eins Live im Einsatz – mittendrin war, als die Katastrophe passierte. Und die Kameras auch.
Schulungen für Medienschaffende, wie sie über Tod, Katastrophen und menschliches Leid berichten sollen, sind selten. Dabei haben sie nicht nur in Kriegsgebieten, sondern besonders auch im Lokaljournalismus, quasi jeden Tag mit Suiziden, Unfällen, sexualisierter Gewalt und anderen schlimmen Themen zu tun.
Claudia Fischer beschäftigt sich als Medienpädagogin, Lokal- und Fachreporterin mit diesem Thema seit ca. 20 Jahren und richtet ihren Blick auf "die Medien", die Macherinnen und Macher, natürlich auf die Menschen, über die berichtet wird, aber vor allem auch auf das Publikum.

Fr 9:00 - 10:20

Polizistinnen und Polizisten schlägt zunehmend mehr Brutalität entgegen

Jörg Radek

Die anhaltende Gewalt gegen Polizistinnen und Polizisten in der Bundesrepublik hat alarmierende Ausmaße angenommen. Meine Kolleginnen und Kollegen erleben fast täglich Situationen, in denen ihnen unvermittelt Brutalität entgegen schlägt. Durchschnittlich 200 Beamtinnen und Beamte werden täglich Opfer von Gewalt.
Üble Beleidigungen oder körperlicher Widerstand gehören fast zum Dienstalltag. Wenn Beamtinnen und Beamte heutzutage beispielsweise um Ausweise bitten, müssen sie damit rechnen, mit Fäusten geschlagen oder gefährlichen Werkzeugen angegriffen zu werden. Da es auch immer öfter vorkommt, dass Radmuttern privater Fahrzeuge unserer Kolleginnen und Kollegen gelockert werden, ist das Maß übervoll. Was die Angreifer offensichtlich immer noch nicht verstanden haben, ist, dass sich hinter der Uniform Mütter, Väter, Töchter, Söhne, Freunde, Nachbarn, also Menschen verbergen. Menschen, die die schwierige Aufgabe übernommen haben, unseren Rechtsstaat zu schützen.
Das Schüren und Institutionalisieren einer politischen Misstrauenskultur gegen die Polizei wird als Legitimation für Angriffe verstanden und fördert direkt Attacken gegen Polizeibeamtinnen und –beamten.
Nach Angaben des Bundeskriminalamtes (BKA) wurden im vergangenen Jahr 36.126 Fälle von „Widerstand gegen und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte und gleichstehende Personen“ polizeilich registriert, fast 3.000 Fälle mehr als 2018.

Fr 9:00 - 10:20

10:45 - 12:15 Symposien

Fachkräfte im Gesundheitsbereich – Ansatzpunkte für die Traumaprävention

Ingo Schäfer, Christian Hanning

Es braucht Opferschutzgruppen in Krankenhäusern. Aber wie können sie implementiert werden? Vielleicht mit Hilfe einer Online-Toolbox?
Thomas Beck, Andrea Hohenegger, Iris Tragwöger, David Riedl, Astrid Lampe, Barbara Schleicher

CarusCare – Peerberatung und psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) in einem Krankenhaus der Maximalversorgung
Julia Schellong, Patrick Lorenz, Tom Gehre

Stress- und Traumaprävention für Beschäftigte in klinischen Bereichen: Ein multimodales Konzept
Christian Hannig, Annett Lotzin, Ingo Schäfer

Verlässliche Hilfe in unsicheren Zeiten - Psychosoziale Aspekte und Herausforderungen während der COVID-19-Pandemie
Katharina Purtscher-Penz, Edwin Benko, Cornelia Forstner

Fr 10:45 - 12:15

Auswirkungen der Corona-Pandemie: Lockdown und interpersonelle Gewalt

Miriam Rassenhofer, Andreas Witt

Der Einfluss von Lockdownmaßnahmen auf die psychische Gesundheit und Partnerschaftsqualität innerhalb der ersten Wochen des Lockdowns in Deutschland
Cedric Sachser, Gabriel Olaru, Elisa Pfeiffer, Elmar Brähler, Vera Clemens, Miriam Rassenhofer, Andreas Witt, Jörg Michael Fegert

Das Hilfetelefon Sexueller Missbrauch in Zeiten von Corona – Veränderungen in der Inanspruchnahme während und nach dem Lockdown
Jelena Gerke, Kathrin Lipke, Jörg Michael Fegert, Miriam Rassenhofer

Die Inanspruchnahme der Medizinischen Kinderschutzhotline während der Corona-Pandemie
Andreas Witt

Medizinischer Kinderschutz während des Lockdowns 2020
Tobias Heimann

Fr 10:45 - 12:15

12:30 - 13:30 Praxis-/Forschungstalks

Neues aus der AG Akutpsychotraumatologie - Frühinterventionen nach akuter Traumatisierung

Helge Höllmer, Peter Schüßler

Bilanz des zweijährigen Modellprojekts „BeKo Rhein-Neckar“: eine polizeinahe, niedrigschwellige Fachberatungsstelle für Betroffene von hoch belastenden Ereignissen
Angelika Treibel

Gewalt gegen Rettungsdienstmitarbeiter - Eine Einsatz-begleitende Analyse in ländlichen und städtischen Rettungsdienstbezirken
Felix Leuchter, Ulrich Heister, Thomas Hergarten, Stefan Schaefer, Detlef Struck, Christian Voigt, Stefan Schröder, Rudolf Hering

Terroranschläge und Katastrophen: Anfragen Betroffener nach psychotherapeutischer Hilfe gegenüber staatlichen Ansprechstellen für Nachsorge, Opfer- und Angehörigenhilfe
Annika Fritsche, Frederike Albers, Jutta Helmerichs

Fr 12:30 - 13:30

Stressors, risk and resilience factors and symptoms of adjustment disorder during the COVID-19 pandemic – The European Society for Traumatic Stress Studies (ESTSS) pan-European cohort study

Annett Lotzin, Dean Ajdukovic

The ESTSS pan-European cohort study on stressors, risk and resilience factors and symptoms of adjustment disorder during the COVID-19 pandemic – First results from ten countries
Annett Lotzin, Brigitte Lueger-Schuster, Dean Ajdukovic, Jana Darejan Javakhishvili, Ingo Schäfer

Prevalence of adjustment disorder and PTSD and related risk factors during the COVID-19 pandemic in Croatia
Dean Ajdukovic, Helena Bakic, Aleksandra Stevanovic, Ines Rezo Bagaric, Tanja Franciskovic, Marina Ajdukovic

Resilience and protective factors for adjustment disorders and PTSD amidst the COVID 19 in the Portuguese population - Preliminary findings
Margarida Figueiredo-Braga, Aida Dias, Camila Borges, Diana Andringa, Joana Becker, Guida Manual, João Veloso, Luísa Sales

Risk and resilience factors in adjusting to the pandemic – Initial findings from Austria and Germany
Brigitte Lueger-Schuster, Irina Irina Zrnic, Matthias Knefel, Ingo Schäfer, Maria Böttche, Annett Lotzin

Fr 12:30 - 13:30

13:30 - 14:30 Meet & Greet

Meet & Greet

Besuchen sie uns beim Meet & Greet zum zwanglosen Treffen, mit Mitgliedern des Vorstandes, der Tagungspräsidentin, anderen Teilnehmer*innen und einigen Referenten*innen. Hier können wir etwas plaudern, uns austauschen, können Sie Fragen stellen oder uns ein Feedback zur Tagung geben.

Wir freuen uns auf Sie.

Fr 13:30 - 14:30

15:00 - 16:30 DeGPT-Mitgliederversammlung

DeGPT-Mitgliederversammlung

15.00 Uhr
DeGPT-Mitgliederversammlung 

Fr 15:00 - 16:30

Samstag 20 Mrz 2021

9:00 - 10:20 Vorträge

"...Ich dachte, das hört nie mehr auf!" - Cybermobbing im Kindes- und Jugendalter - Folgen für die Betroffenen und Möglichkeiten der Prävention und Intervention in der Lebenswelt Schule

Herbert Scheithauer

Cybermobbing ist ein häufig z.B. im Schulkontext diskutiertes Phänomen und geht mit zum Teil erheblichen psychischen Folgen für die Gemobbten - aber auch für die Kinder und Jugendlichen, die andere mobben - einher. Im klinischen Kontext kann bei verschiedenen Störungen im Kindes- und Jugendalter (z.B. Angststörungen, Depression, Schulmüdigkeit, psychosomatische Beschwerden) Cybermobbing eine Rolle spielen, dennoch liegen bisher nur wenige evidenzbasierte Verfahren zur Therapie mit direktem Bezug zum Cybermobbing bzw. generell zum Mobbing in der Schule vor. Auch evidenzbasierte Präventionsmaßnahmen an Schulen, die Cybermobbing entgegenwirken oder bei ersten Problemen mit Cybermobbing sinnvolle Interventionen im Umgang mit dem Phänomen anbieten, sind nach wie vor rar. Im Vortrag wird das Phänomen Cybermobbing, Ausdrucksformen, Folgen, Möglichkeiten des Erkennens von Betroffenen sowie Entstehungsbedingungen auf der individuellen, Gruppen/Schulklassen-, sowie familiären Ebene erläutert und Möglichkeiten der Prävention und Intervention in der Lebenswelt Schule mit dem Programm Medienhelden (Schultze-Krumbholz, Zagroscak, Roosen-Runge & Scheithauer, 2018) vorgestellt. Zudem werden viele Beispiele für Methoden und Materialien aus dem Programm gegeben.

Schultze-Krumbholz, A., Zagroscak, P., Roosen-Runge, A., & Scheithauer, H. (2018). Medienhelden: Unterrichtsmanual zur Förderung von Medienkompetenz und Prävention von Cybermobbing, 2. überarb. Aufl. München: Reinhardt.

Sa 9:00 - 10:20

Aufnahmen von Aussagen in der Therapie: Ein Ausweg aus dem traumatherapeutischen Dilemma?

Jan Christoph Bublitz

Viele Therapeut*innen sind wohlvertraut mit dem traumatherapeutischen Dilemma, in dem sich Patient*innen befinden, solange das traumatisierende Ereignis Gegenstand laufender juristischer Verfahren ist oder solcher künftiger Verfahren werden könnte. Sobald eine Traumatherapie begonnen wurde, kann die Aussage als Zeuge oder Zeugin nicht mehr durch die Aussageanalyse bekräftigt werden, da nicht mehr ausgeschlossen werden kann, dass die Aussage durch suggestive oder verzerrende Einflüsse verfälscht wurde. Das Dilemma zwischen Gesundheit und Glaubhaftigkeit wird häufig dadurch verschärft, dass mangels anderweitiger Beweise ohne die gutachterlich überprüfte Aussage von Patient*innen Angeklagte freigesprochen werden. Zwar wird sich dieses Problem nicht vollends lösen lassen, möglicherweise aber jedenfalls für einige Patient*innen mildern. In diesem Vortrag soll ein aus juristischer Sicht entwickelter Vorschlag vorgestellt und diskutiert werden, und zwar die Anfertigung von Aussagesurrogaten durch Patient*innen im Rahmen der Therapie, ggf. unter Anleitung von Therapeut*innen.

Sa 9:00 - 10:20

10:45 - 12:15 Symposien

Internetbasierte Behandlung von Geflüchteten: Der BMBF-Forschungsverbund I-REACH

Christine Knaevelsrud, Nadine Stammel

Entwicklung eines Onlineportals zur Bereitstellung von Testverfahren für Geflüchtete in der psychosozialen Versorgung
Antje Schönfelder, Elisa Haase, Yuriy Nesterko, Susan Sierau, Heide Glaesmer

Kulturelle Adaptation einer transdiagnostischen Intervention für in Deutschland lebende Arabischsprachige Geflüchtete
 Christina Kampisiou, Maria Böttche, Rayan El-Haj-Mohamad, Nadine Stammel, Carina Heeke, Eva Heim, Sebastian Burchert, Babette Renneberg, Birgit Wagner, Johanna Böttcher, Christina Wirz, Sophia Paskuy, Christine Knaevelsrud, Christina Wirz

Internet-basierte versus face-to-face transdiagnostische Behandlung emotionaler Störungen bei Arabisch sprechenden Geflüchteten – Vorbereitung eines RCTs
Sophia Paskuy, Christina Wirz, Johanna Böttcher, Maria Böttche, Sebastian Burchert, Carina Heeke, Christine Knaevelsrud, Nadine Stammel, Babette Renneberg, Birgit Wagner

Sa 10:45 - 12:15

Update Dissoziative Störungen

Astrid Lampe, Ursula Gast

Die Dissoziative Identitätsstörung. Vollbild und partielle Form in ICD 11 als wichtige Chance für Klinik und Forschung
Ursula Gast

Mentalisierung, Dissoziation bei in der Kindheit traumatisierten Patientinnen
Astrid Lampe, David Riedl, Thomas Beck, Iris Trawöger, Tobias Nolte

Neuronale Korrelate der Dissoziation: Ein Update aus der Gehirnforschung in Patienten mit dissoziativen Symptomen
Judith Daniels, Yoki Mertens

Sa 10:45 - 12:15

12:30 - 13:30 Preisverleihung, Preisvorträge, Tagungsabschluss

Preisverleihung, Preisvorträge, Tagungsabschluss

weitere Informationen folgen

Sa 12:30 - 13:30

13:30 - 14:30 Meet & Greet

Meet & Greet

Besuchen sie uns beim Meet & Greet zum zwanglosen Treffen, mit Mitgliedern des Vorstandes, der Tagungspräsidentin, anderen Teilnehmer*innen und einigen Referenten*innen. Hier können wir etwas plaudern, uns austauschen, können Sie Fragen stellen oder uns ein Feedback zur Tagung geben.

Wir freuen uns auf Sie.

Sa 13:30 - 14:30

Abrufbare Beiträge

Donnerstag 18 Mrz 2021

01 Poltische und soziale Einflussfaktoren (Krieg/staatliche Gewalt)

Sind Kinder hauptamtlicher Mitarbeiter*innen der Staatssicherheit der DDR psychisch belasteter als die Allgemeinbevölkerung? Ergebnisse einer Mixed-Methods-Studie

Luise E. Schmidt, Thomas Klauer, Sabine Salloch, Joachim BehrEinzelvortrag

Do 0:00 - 0:00

Ambivalenz der Betroffenen beim friedlichen Widerstand gegenüber den staatlichen Entschädigungsmaβnahmen

Danutė Gailienė, Robertas Povilaitis, Neringa Grigutyte, Dovilė GrigienEinzelvortrag

Danutė Gailienė, Robertas Povilaitis, Neringa Grigutyte, Dovilė Grigien
Do 0:00 - 0:00

Die Rolle von kontextuellen Aspekten fürsorgerischer Zwangsmaßnahmen in Kindheit und Jugend auf die Lebenszeit Posttraumatische Belastungsstörung in älteren Menschen

Carla Eising, Manuel Voelkle, Shauna Rohner, Viviane Pfluger, Andreas Maercker, Myriam ThomaEinzelvortrag

Do 0:00 - 0:00

Psychische Spätfolgen von NS-Zeit und Krieg - konzeptuelle Unterscheidungen

Ulrike PohlEinzelvortrag

Do 0:00 - 0:00

PTBS und komplexe PTBS in der Partnerschaft: Interpersonale Folgen von Kriegstrauma

Rahel Bachem, Yafit Levin, Gadi Zerach, Marylene Cloitre, Zahava SolomonEinzelvortrag

Do 0:00 - 0:00

Trauma-Narrative zwischen politischer Einflussnahme und familiärer Transgenerationalität

Alexander Korittko, Jiajia WuEinzelvortrag

Do 0:00 - 0:00

02 Sexuelle Gewalt (Kinder und Erwachsene)

Weibliche Stuprum-Betroffene: Charakteristika von 850 angezeigten und an der Charité versorgten Fällen

Lina Ana Fryszer, Hannah Hoffmann-Walbeck, Saskia Etzold, Martin Möckel, Matthias DavidEinzelvortrag

Do 0:00 - 0:00

History of Child Maltreatment, Psychopathology, Life Satisfaction and Resilience in Emerging Adulthood among Egyptian College Students

Mariam FishereEinzelvortrag

Do 0:00 - 0:00

03 Trauma und Justiz

Traumatherapie und Strafverfahren: praktische Hinweise für Therapeuten

Elgin BröhmerEinzelvortrag

Do 0:00 - 0:00

Modifizierung der derzeitigen Glaubwürdigkeitsbegutachtung bei Verdacht auf sexuellen Kindesmissbrauch dringend notwendig

Ulrike GiernalczykEinzelvortrag

Ulrike Giernalczyk
Do 0:00 - 0:00

04 Therapie- und Einflussfaktoren bei Geflüchteten

Eine transkulturelle Perspektive auf subjektive Erklärungsmodelle für Posttraumatische Belastungsstörung: Ergebnisse einer länderübergreifenden Online-Befragung

Caroline Meyer, Christina Kampisiou, Christine Knaevelrud, Nadine StammelEinzelvortrag

Caroline Meyer, Christina Kampisiou, Christine Knaevelrud, Nadine Stammel
Do 0:00 - 0:00

Wirksamkeit einer transdiagnostischen psychologischen Kurzintervention für geflüchtete Afghan*innen in Österreich: Erste Ergebnisse einer randomisierten kontrollierten Studie

Viktoria Kantor, Matthias Knefel, Brigitte Lueger-SchusterEinzelvortrag

Do 0:00 - 0:00

Andauernd bedroht – die Last eines laufenden oder abgelehnten Asylverfahrens auf die Psychotherapie mit Geflüchteten

Florian HarderEinzelvortrag

Do 0:00 - 0:00

Integration von geflüchteten Afghan*innen in Österreich. Prädiktoren, Zusammenhänge und mögliche Veränderbarkeit mit Hilfe einer psychologischen Kurzintervention

Dina Weindl, Matthias Knefel, Brigitte Lueger-SchusterEinzelvortrag

Do 0:00 - 0:00

„Wie sicher ist die Sicherheit?“ – Symptome der komplexen Posttraumatischen Belastungsstörung und das Erleben von Postmigrationsstressoren bei afghanischen Geflüchteten

Jennifer Schieß-Jokanovic, Matthias Knefel, Brigitte Lueger-SchusterEinzelvortrag

Jennifer Schieß-Jokanovic, Matthias Knefel, Brigitte Lueger-Schuster

Do 0:00 - 0:00
Abrufbare Beiträge, Einzelvortrag

Herausforderungen in der psychosozialen Behandlung von traumatisierten Geflüchteten: Neue Entwicklungen und Belastungen am Arbeitsplatz

Nadine Stammel, Theresa KochSympsium

Behandlung von Schlafstörungen nach Flucht und Traumatisierung – Entwicklung eines kultursensiblen Gruppentherapieprogramms und erste Erfahrungen mit dessen Durchführung
Britta Dumser, Theresa Koch, Gabriela Werner

Frühe Veränderung in der multidisziplinären Behandlung von traumatisierten Asylsuchenden: Eine Evaluation des Symptomverlaufs und möglicher Veränderungsmechanismen
Svenja Geissler, Theresa Koch

Psychische Belastung bei Sprachmittler*innen in der Arbeit mit geflüchteten Menschen: Ergebnisse einer Längsschnitt-Erhebung
Angelika Geiling, Christine Knaevelsrud, Maria Böttche, Nadine Stammel

Auswirkungen des Corona-bedingten Lockdowns auf traumatisierte Klient*innen von Refugio München
Theresa Koch, Britta Dumser

 

Do 0:00 - 0:00

Sexualisierte Gewalt und Suizidalität als häufig vernachlässigte Themen in der psychosozialen Versorgung von Geflüchteten

Heide Glaesmer, Yuriy NesterkoSymposium

Erfahrungen von sexualisierter Gewalt bei männlichen und weiblichen neuankommenden Geflüchteten in Deutschland
Yuriy Nesterko, Kim Schönenberg, Heide Glaesmer

Sexualisierte Gewalt und Suizidgedanken bei LGBTIQ+-Geflüchteten
Kim Schönenberg, Thi Phuong Anh Dang, Heide Glaesmer, Yuriy Nesterko

Suizidalität bei Geflüchteten
Elisa Haase, Yuriy Nesterko, Heide Glaesmer

Erfassen von Suizidalität im transkulturellen Therapiesetting bei arabischsprachigen geflüchteten Menschen: ein qualitativer Ansatz
Maria Böttche, Christina Kampisiou, Nadine Stammel, Carina Heeke, Rayan El-Hajan Mohamad, Christine Knaevelsrud

Do 0:00 - 0:00

Traumafolgestörungen bei Geflüchteten: Von traumatischen Erfahrungen zu spezifischen Behandlungsansätzen

Meike Müller-Engelmann, Franziska Lechner-MeichsnerSymposium

Trauma, Depressivität und Suizidalität bei geflüchteten Frauen
Annabelle Starck, Ulrich Stangier, Meryam Schouler-Ocak

Die Cognitive Processing Therapy zur Behandlung Geflüchteter mit PTBS: Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie
Meike Müller-Engelmann, Regina Steil, Stella Kümmerle, Franziska Lechner-Meichsner, Jana Gutermann, Nora Görg

Behandlung von Traumafolgen bei Menschen, die vor Krieg und Gewalt geflüchtet sind: Das Projekt ReScript
Regina Steil, Franziska Lechner-Meichsner, Johannes Johow, Antje Krüger-Gottschalk, Jens-Peter Reese, Hannah Schumm, Nexhmedin Morina, Thomas Ehring

Imagery Rescripting als Behandlung der Posttraumatischer Belastungsstörung bei geflüchteten Menschen
Franziska Lechner-Meichsner, Thomas Ehring, Antje Krüger-Gottschalk, Nexhmedin Morina, Regina Steil

Do 0:00 - 0:00

05 Gehirnphysiologie, Marker

Gibt es multiple Persönlichkeiten hirnphysiologisch? Kann man eine innere Welt messen?

Alexander Jatzko, Ralf LandwehrEinzelvortrag

Do 0:00 - 0:00

Voxelbasierte Morphometrie der Subfelder des Hippocampus bei Soldaten*innen mit einer 1. PTBS, 2. Depression, 3. PTBS mit Depression und 4. Anpassungsstörung

Thiemo Knaust, Max Reinke, Philipp Skiberowski, Johannes Müller, Helge HöllmerEinzelvortrag

Do 0:00 - 0:00

06 Behandlung von Traumafolgestörungen

Kann ein computergestütztes Verfahren zur Modifizierung dysfunktionaler Bewertungen die Therapie der PTBS verbessern? Ergebnisse einer randomisierten kontrollierten Studie

Marcella WoudEinzelvortrag

Do 0:00 - 0:00

Kann das Computerspiel Tetris traumabezogene Intrusionen reduzieren? Bisherige Ergebnisse und Vorstellung einer randomisiert-kontrollierten Studie

Henrik KesslerEinzelvortrag

Do 0:00 - 0:00

Das Somatische Narrativ – Die somatische Dimension im traumatherapeutischen Prozess

Walter SchurigEinzelvortrag

Do 0:00 - 0:00

Das SOLAR Programm zur Sekundärprävention von Traumafolgestörungen nach Katastrophen und anderen traumatischen Ereignissen: Erste Befunde zur Durchführbarkeit und Effektivität in Deutschland

Annett Lotzin, Imke Hinrichsen, Laura Kenntemich, Renee-Chistine Freyberg, Winnie Lau, Meaghan O‘DonnellEinzelvortrag

Do 0:00 - 0:00

Die Begleitung von Menschen mit traumaassoziierten Störungen als Gemeinschaftsaufgabe der Suchthilfe und der Sozialpsychiatrie

Sebastian MüllerEinzelvortrag

Do 0:00 - 0:00

Psychoedukative Gruppentherapie bei PTBS

Cord NeuberschEinzelvortrag

Do 0:00 - 0:00

Therapie von traumatisierten Kindern und Jugendlichen aus verschiedenen Blickwinkeln: Von der therapeutischen Behandlungsbereitschaft über geeignete Therapiesettings hin zu inhaltlichen Aspekten

Katharina GossmannSymposium

Wer erhält Psychotherapie nach einem traumatischen Erlebnis? – Der Einfluss von Patientencharakteristika, Symptomausprägungen und wahrgenommenen Behandlungsbarrieren
Katharina Gossmann, Antonia Barke, Rita Rosner

Traumatherapie in der Gruppe: Funktioniert Exposition bei traumatisierten Jugendlichen auch im Gruppensetting?
Elisa Pfeiffer

Entwicklung und Validierung des Functional Posttraumatic Cognitions Questionnaire (FPTCQ) bei Kindern und Jugendlichen nach akzidentellem Trauma
Anke de Haan, Ann-Christin Haag, Eve Degen, Markus Landolt

“Jedes Kind braucht einen sicheren Hafen“ – Postmigrationsfaktoren und psychische Belastung bei Kindern und Jugendlichen mit Fluchterfahrung
Carmen Pfänder, Thorsten Sukale

 

 

 

Do 0:00 - 0:00

Krisenintervention und Notfallpsychologie für Kinder und Jugendliche nach Akuttrauma: Zwischen ehrenamtlichem Engagement und professioneller Regelversorgung

Simon Finkeldei, Nicole Szesny-MahlauSymposium

Komplexe Gefahren- und Schadenslagen: Herausforderungen für die psychosoziale Akutversorgung und weiterführende Hilfen
Verena Blank-Gorki, Andreas Müller-Cyran

Kurswechsel – Ein Projekt zum Gewaltschutz und zur Gewaltprävention
Tita Kern, Simon Finkeldei, Verena Blank-Gorki

Traumasensible vor-, inner- und nachklinische Krisenintervention: Herausforderungen und Möglichkeiten in der Begleitung von Kindern und Bezugspersonen
Tita Kern, Dominik Hinzmann

Digitale Vernetzung von Traumatherapeut*innen – „trauma.help“ als Beitrag zu einer besseren Versorgung
Nicole Szesny-Mahlau, Patrick Fornaro

 

Do 0:00 - 0:00

Neue psychotraumatologische Behandlungsmöglichkeiten früher Traumata mit der Integrativen Bindungsorientierten Traumatherapie (I.B.T.)

Katrin Boger, Meike Nitschke-JanssenSymposium

Theoretischer Hintergrund und Phasen der I.B.T. Methode
Katrin Boger

Erfolgreiche Behandlung eines 14-Jährigen mit chronischen Bauchschmerzen und Schulphobie mit I.B.T. und EST
Anke Maria Hausmann

Integrative bindungsorientierte Traumatherapie mit geflüchteten Kindern und ihren Eltern – erste klinische Erfahrungen
Meike Nitschke-Janssen

Do 0:00 - 0:00

Pharmakologische Therapieansätze und somatischer Aspekte bei Traumafolgestörungen

Niels Bergemann, Ulrike SchmidtSymposium

Psychopharmakologische Therapieansätze bei PTBS – ein Update
Niels Bergemann

Anxiolytische Neuropeptide als potentielle neue Antipsychotraumatika
Ulrike Schmidt

Pharmakologische Behandlung von somatischer und psychischer Ko-Morbidität bei Traumafolgestörungen
Ulrich Frommberger

Do 0:00 - 0:00

Vierbeinige Helfer für psychisch hoch belastete Kinder und Jugendliche – Potentiale tiergestützter Interventionen in der stationären Jugendhilfe

Sandra Wesenberg, Silke Birgitta GahleitnerSymposium

Tiergestützte Traumapädagogik mit der Unterstützung von Lamas – Ziele, Durchführung und Wirkungen des Konzepts TraumaTipi
Ingeborg Andreae de Hair, Thomas Wahle

„Ein bisschen Leben in die Bude gebracht“ – Wirkungen hundegestützter Interventionen auf psychisch hoch belastete Jugendliche in Therapeutischen Jugendwohngruppen
Conny Bredereck, Sandra Wesenberg

Tiergestützte Pädagogik – ein Erfolgsmodell für die Jugendhilfe?
Joachim Klein

 

 

Do 0:00 - 0:00

Ermächtigung versus Ohnmacht – Körperorientierte Verfahren in der Traumatherapie – die eigene Würde und Integrität zurückgewinnen

Angela Dunemann, Margarethe PhilippSymposium

Wenn im Alter die Abwehrmechanismen nachlassen
Regina Weiser

Traumata nach Sportverletzungen – mit körperorientierten Ansätzen zurück zu Bewegung, Selbstregulation und Lebensfreude
Sabine Nunius

Den Körper (wieder) bewohnbar machen – Hintergrundwissen zur Wirksamkeit körperorientierter Verfahren am Beispiel des meditativen Tanzes
Margarethe Philipp

Selbstermächtigung bei erlebter sexueller Gewalt
Angela Dunemann

Do 0:00 - 0:00

Lifespan Integration®: Ein neuer Weg aus dem Chaos des Komplextraumas

Barbara Eckloff, Georgia Wendling-PlatzSymposium

Der Integrationsprozess und das Phasenmodell der Lifespan Integration®-Therapie
Barbara Eckloff

Lifespan Integration ® – Behandlung einer komplex traumatisierten 22-jährigen Frau, ein "Aufwachen im Hier und Jetzt"
Georgia Wendling-Platz

Integration eines frühkindlichen Unfalls mit Langzeitfolgen bei einem 11jährigen Mädchen und seiner Familie durch systemische Lifespan Integration®
Anandi Janner Steffan

Do 0:00 - 0:00

07 Wirkfaktoren auf den Verlauf von Traumafolgestörungen

Verhaltenssüchte als relevantes Vermeidungsverhalten im Rahmen der Posttraumatischen Belastungsstörung bei Soldaten

Johannes Müller, Thiemo Knaust, Marius WonschikEinzelvortrag

Do 0:00 - 0:00

Readiness to Reconcile Inventory (RRI) – Überprüfung der faktoriellen Validität eines Fragebogens zur Versöhnungsbereitschaft in zwei weiteren Settings

Freya Specht, Raphael Cuadros, Maria Böttche, Christine Knaevelsrud, Nadine StammelEinzelvortrag

Do 0:00 - 0:00

„Du Opfer!“ – Die Unfähigkeit, mitfühlend zu sein

Martina HahnEinzelvortrag

Do 0:00 - 0:00

08 Helfer/Behandler*rinnen

Qualitätssicherung bei traumafokussierter Psychotherapie: Ein Supervisionsleitfaden

Rolf Keller, Ulrich FrommbergerEinzelvortrag

Do 0:00 - 0:00

Beeinflussen personale Ressourcen die Arbeitszufriedenheit? Ergebnisse einer Befragung von Teilnehmenden eines E-Learning-Kurses zum Thema „Traumapädagogik“

Sarah HähnleEinzelvortrag

Do 0:00 - 0:00

Sekundärtraumatisierung: Prävention-Diagnostik-Intervention

Alice Romanus-LudewigEinzelvortrag

Do 0:00 - 0:00

09 Versorgungsmodelle/Netzwerke

Netzwerke zur Verbesserung der regionalen Versorgung psychischer Traumafolgestörungen

Ruth Ebbinghaus, Julia SchellongSymposium

14 Jahre Vernetzungarbeit des Zentrums für seelische Gesundheit Sachsen
Julia Schellong

Aufbau des Trauma-Netzwerks Ankerland – Hilfe für traumatisierte Kinder
Ilse Huettner

Der mühsame Weg in die Professionalisierung – die Entwicklung des Traumahilfezentrums Nürnberg über 7 Jahre
Helmut Rießbeck

Schnelle Hilfe und „mehr“ – 10 Jahre TraumahilfeNetzwerk Augsburg und Schwaben e.V.
Maria Johanna Fath

Do 0:00 - 0:00

Traumanetzwerk Niedersachsen- effektive Netzwerkarbeit zur Verbesserung der Versorgung Betroffener durch koordinierte Zusammenarbeit von Verwaltung, Versorgungsmedizinischem Dienst und Behandlern

Isabel Englert, Matthias WehrmeyerSymposium

Von der Utopie zur Gesetzesänderung
Matthias Wehrmeyer

Die Entwicklung des Traumanetzwerks Niedersachsen
Astrid Mitschke

Behandlung von Betroffenen im Rahmen des Traumanetzwerks
Isabel Englert

Do 0:00 - 0:00

10 ePoster

Entwicklung und Überprüfung des Fragebogens zur Erfassung Ereignisbezogener Scham- und Schuldgefühle (FESS)

Patricia Kulla, Grabow Jessica, Ulrike Bleiziffer, Leonhard Kratzer, Joachim KruseePoster

Do 0:00 - 0:00

„Stand by me!“ – wenn der Aufruf von sexuell missbrauchten Kindern und Jugendlichen von Bystandern aus ihrem Umfeld gehört wird und doch nichts geschieht

Kathrin LipkeePoster

Do 0:00 - 0:00

Psychiatrisch-psychotherapeutische Versorgung von traumatisierten Geflüchteten in Niedersachsen – Daten aus dem refuKey-Projekt

Ibrahim Özkan, Beata Trilesnik, Karin Loos, Daniela Finkelstein, Gisela Penteker, Iris Tatjana Graef-CalliessePoster

Do 0:00 - 0:00

Körperbildstörungen bei Patient*innen mit komplexen dissoziativen Störungen

Eva Schäflein, Martin Sack, Heribert SattelePoster

Do 0:00 - 0:00

Terroranschläge und Katastrophen: Die Diversität der Anliegen Betroffener gegenüber staatlichen Ansprechstellen für Nachsorge, Opfer- und Angehörigenhilfe

Jutta Helmerichs, Thomas Hering, Harald Karutz, Vincenz Leuschner, Olaf NeumannePoster

Do 0:00 - 0:00

Das Somatische Narrativ – Entwicklung einer therapeutischen Dimension in der Traumatherapie

Walter SchurigePoster

Do 0:00 - 0:00

Factors influencing (mal)adjustment in post-lockdown Austria – Is there a bright side of COVID-19?

Irina Zrnic, Brigitte Lueger-Schuster, Annett LotzinePoster

Do 0:00 - 0:00

Der Ekel vor dem Selbst – Zusammenhänge zwischen Misshandlungserfahrungen in der Kindheit, Selbstekel und Körperbild

Christine Bödicker, Daniel Kramer, Julia Naujoks, Jürgen Hoyer

Do 0:00 - 0:00

Befürchtungen, Belastung und Bedürfnisse von Fachkräften im Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen – Ergebnisse einer interdisziplinären qualitativen Interviewstudie

Anna Swantje van der Meer, Katharina Szota

Do 0:00 - 0:00

Psychische Belastung von unbegleiteten und begleiteten minderjährigen Flüchtlingen in Deutschland

Annelen Höltermann, Florian Scharf, Georg Romer, Birgit Möller

Do 0:00 - 0:00

Mentale Gesundheit und Sinnerleben bei Studierenden während der Covid-19 Pandemie

Lea J. Seidel, Brian D. Ostafin, Judith K. Daniels

Do 0:00 - 0:00

Circadian influence on intrusive re-experiencing in trauma survivors’ daily lives

Rosi-Andersen Alex, Meister Laura, Belinda Graham, Steven Brown, Richard Bryant, Anke Ehlers, Birgit Kleim

Do 0:00 - 0:00

Früherkennung besonders schutzbedürftiger Kinder und Jugendlicher mit Fluchthintergrund – Das Hamburger Modell

Meike Nitschke-JanssenePoster

Do 0:00 - 0:00

A multi-module web-based COVID-19 Anxiety and Stress Resilience Training (COAST): Single cohort feasibility study in first responders

Janna Marie Heyen, Noé Weigl, Mario Müller, Stefan Müller, Urs Eberle, Andrei Manoliu, Stefan Vetter, Adam D. Brown, Thomas Berger, Birgit Kleim

Do 0:00 - 0:00