Wir freuen uns, die Referent:innen und Teilnehmer:innen auf der ersten virtuellen DeGPT Tagung begrüßen zu können. Wir sind bereit für unsere Gäste und eine spannende Konferenz! Sie können von überall dabei sein und wir freuen uns auf Sie und auf den Austausch.

Hier geht’s zur digitalen Plattform

Helpdesk Öffnungszeiten auf der Tagungsplattform: 
17.03.: 15:00 – 17:00 Uhr 
18.03.: 07:30 – 14:45 Uhr 
19.03.: 08:00 – 15:10 Uhr
20.03.: 08:00 – 14:30 Uhr 

Das Tagungsprogramm wird vom 17. bis 20. März 2021 stattfinden:

  • Preconference-Workshops jeweils halbtags 17. März und 18. März
  • Eröffnung der Tagung und Öffentlicher Abendvortrag – 17. März, 18.00 Uhr
  • Tagung jeweils halbtags am Vormittag – 18. bis 20. März
  • Preisverleihungen und Preisvorträge – 20. März, 12.30 Uhr
  • Mitgliederversammlung – 19. März, 15.00 Uhr

Tagungsteilnehmende haben Zugang zu Live-Vorträgen (Vorträge, Symposien und Praxis-/Forschungstalks) und weiteren Beiträgen, die von Expert/innen voraufgezeichnet wurden.
Das Live Programm läuft wie gewohnt ab und Sie können sich an den entsprechenden Tagen zur angegebenen Uhrzeit dazu schalten und hier im Chat auch interaktiv Meinungen und Fragen einbringen.
Die abrufbaren Beiträge und ePoster stehen ab Tagungsbeginn bis zum 31. März 2021 auf der Plattform zur Verfügung.
Sowohl die Live Beiträge als auch die abrufbaren Beiträge können Sie nur über eine externe Tagungsplattform erreichen. Die Zugangsdaten erhalten Sie am 17.03.2021.

Wir laden Sie am 18., 19. und 20. März herzlich ein am virtuellen „meet and greet“ teilzunehmen und nach dem Live-Programm zwanglos ins plaudern zu kommen.

Im Namen der Tagungspräsidentin und des Organisationskomittees,
Ruth Ebbinghaus, Andrea Iff-Kamm, Jochen Binder, Maria Böttche und Birgit Kleim
Anja Kutzer, Simone Mollenhauer und Kerstin Stahl

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die 23. Jahrestagung der DeGPT wird erstmals als Onlineveranstaltung vom 17. bis 20. März 2021 unter dem Titel „Trauma und Traumafolgestörungen – Soziale Verantwortung, Staat, Justiz“ stattfinden.

Seelische Traumata können eine Folge gesellschaftlich, religiös oder politisch geprägter Handlungen von Staaten oder Gruppierungen sein. Dies betrifft z.B. traumatische Ereignisse, die in Institutionen stattfinden oder durch Krieg, Terror, politische Verfolgung oder Zwangsdoping ausgelöst werden. Sie können aber auch im persönlichen oder beruflichen Umfeld entstehen. Häufig liegen hier körperliche, sexuelle Gewalt, Unfälle oder berufsbedingte Traumata zugrunde. Immer aber sind Staat und Gesellschaft in der Verantwortung, die Traumata und ihre Folgen durch juristische und soziale Maßnahmen zu regulieren und Hilfsangebote zu schaffen.

Bei der gesellschaftlichen und juristischen Aufarbeitung von Traumata ergeben sich vielfältige Probleme: Wie werden bei traumatisierenden Straftaten die Täter verfolgt und verurteilt? Werden die Opfer ausreichend geschützt? Welche Rolle spielen die Gutachter in der Prüfung der Glaubhaftigkeit der Betroffenen? Wie ergeht es den Betroffenen in den Strafverfahren? Wie können die Behandelnden mit den Belastungen umgehen, denen die Betroffenen während der Ermittlungs- und Gerichtsverfahren ausgesetzt sind? Wie verhalten sich die Medien zu Straftaten, Tätern und Opfern? Wie hat der Staat die Opferentschädigung geregelt? Was erleben die Betroffenen in den Entschädigungsverfahren? Welche Rolle spielen Ausbildung, Fachkenntnisse und Einstellungen der Gutachter? Gibt es genügend Hilfs- und Behandlungsmöglichkeiten für Betroffene? Welchen Belastungen werden Polizei, Rettungskräfte und andere Helfende in Zeiten zunehmender Verrohung der Gesellschaft ausgesetzt?

In den Live-Vorträgen und Symposien, den zahlreichen abrufbaren Beiträgen und den Workshops der Konferenz werden die vielschichtigen Wechselwirkungen zwischen Betroffenen, Gesellschaft, Staat und Justiz deutlich und Erkenntnisse aus Forschung und Praxis dazu vermittelt. Darüber hinaus werden auch andere aktuelle wissenschaftliche und klinische traumaspezifische Themen behandelt.

Wir laden Sie herzlich ein, im virtuellen Raum unserer Online-Tagung Platz zu nehmen, die spannenden und vielfältigen Beiträge im Livestream, in den Workshops oder auch bequem auf Abruf zu genießen und sich rege an den Diskussionen zu beteiligen.

Ruth Ebbinghaus
Andrea Iff-Kamm


Keynote Speaker:

Dr. Jan-Christoph Bublitz, Universität Hamburg

Dr. Jochen Buhrmann, Helios Kliniken Schwerin

Prof. Dr. Harald Dreßing, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Mannheim

Claudia Fischer, Freie Journalistin, Bielefeld

Jörg Radek, Bundesvorstand der Bundespolizei, Berlin

Prof. Dr. Herbert Scheithauer, Freie Universität Berlin


Preconference-Workshop-Referenten*innen:

Barbara Abdallah-Steinkopff, Refugio München

Stephanie Antor, Oberlandesgericht, München

Lutz Besser, Zentrum für Psychotraumatologie und Traumatherapie Niedersachsen

Dr. Melanie Büttner, Technische Universität München

Dr. Doris Denis, Praxis, Berlin

Claudia Drechsel-Schlundt, Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung

Angela Dunemann, TSY Traumasensibles Yoga

Claudia Fischer, Freie Journalistin, Bielefeld

Dr. Ferdinand Haenel, Berlin

Dr. Helmuth Rießbeck, Praxis, Traumahilfezentrum Nürnberg e.V.

Dr. Walter Schurig, Klinik via mentis Düsseldorf


Öffentlicher Abendvortrag:

Prof. em. Dr. José Brunner, Buchmann Fakultät für Rechtswissenschaft und Cohn Institut für Wissenschaftsgeschichte und -philosophie der Universität Tel Aviv