Individuelle Therapieplanung – wie lässt sich das konkret umsetzen?

Individuelle Therapieplanung – wie lässt sich das konkret umsetzen?

Martin SackHS C1, Hof 2, Hörsaalzentrum

Psychotherapeutische Behandlungen werden heute bevorzugt an störungsspezifischen Behandlungskonzepten ausgerichtet. Hierbei wird oft nicht ausreichend berücksichtigt, dass die gleiche Symptomatik ganz unterschiedliche Ursachen haben kann und dass häufig über eine Reduktion der Symptomatik hinausgehende Behandlungsbedürfnisse vorliegen.

Entscheidend für die Klärung individueller Behandlungsziele im Sinne einer therapiebezogenen Diagnostik ist die Exploration des individuellen Leids der Patient:innen. Für die Therapieplanung sind darüber hinaus symptomorientierte Behandlungsziele, aber auch unbefriedigte Grundbedürfnisse sowie behandlungsrelevante biographische Stressoren zu berücksichtigen. Die Wahl der geeigneten Behandlungsmethode sollte den individuellen Zielen und der Persönlichkeit der Patient:innen flexibel angepasst werden. Eine Therapieschulen übergreifende Perspektive ermöglicht es, den individuellen Behandlungsbedürfnissen gerecht zu werden. Diese Vorgehensweise erweist sich in der Behandlung von Patient:innen mit komplexen Traumafolgestörungen als besonders günstig.

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